Rückführung von Welligkeiten bei der Wälzprüfung

B. Eng. Philip Jukl

Zusammenfassung

Wegen der geringen Messzeit wird die Wälzprüfung bei der Zahnradherstellung häufig zur serienbegleitenden Messung eingesetzt. Vermehrt liegt der Fokus dabei auf Zahnflanken-Welligkeiten, die in der fertig montierten Getriebebaugruppe unerwünschte Geräusche verursachen können. Um solche Welligkeiten zu entdecken, kommt bei der Wälzprüfung typischerweise eine Ordnungsanalyse, z.B. auf Basis einer Fast Fourier Transformation, zum Einsatz. Die Analyse wird direkt auf das Messsignal der Wälzprüfung selbst und - falls vorhanden - auf zusätzliche Signale, wie z.B. das eines Beschleunigssensors, angewendet.

In der Praxis können sich die Ergebnisse der Ordnungsanalyse beim Vergleich verschiedener Messgeräte und Systeme erheblich unterscheiden. Das hat komplexe mechanische, dynamische und berechnungstechnische Gründe.

Da es für die Kennwerte der Wälzprüfung bislang keine Rückführung auf nationaler oder internationaler Ebene gibt, hat Frenco für seine Geräte ein internes System zur Rückführung etabliert. Dies wurde bereits früher publiziert. Die Basis bilden Meisterräder (Normale), welche bekannte Abweichungen besitzen. Jedes Messgerät muss nach einer Messung der Meisterräder dieselben Ergebnisse liefern. Die Ergebnisse werden in einer Langzeitstatistik gespeichert.

 

Dieses System wurde nun weiterentwickelt und um Meisterräder mit definierten Zahnflanken-Welligkeiten ergänzt. Damit soll erreicht werden, dass Geräte und Systeme zukünftig so eingestellt werden können, dass auch bei der Ordnungsanalyse vergleichbare Ergebnisse erzielt werden.

 

In diesem Vortrag werden erste Erfahrungen und Forschungsergebnisse präsentiert.